Es gibt 2 verschiedene Arten der Biogaserzeugung, Flüssig- und Trockenfermentation.
Flüssigfermentation
Bei der Flüssigfermentation handelt es sich um eine Anaerobe Vergärung mit Beheizung und Mixer (Durchmischung). Es können etwa 2 Kubikmeter Biogas/Tag aus dem Mist eines Pferdes (Schroll 2003) erzeugt produzieren. Daraus lassen sich 4.3 kWh Strom und 4.4 kWh Wärmeenergie erzeugen. Um das Verfahren in Gang zu bringen werden Rindergülle oder Faulgülle als Impfsubstrat eingesetzt.
Vorteile der Flüssigfermentation
- - Für Strohmist geeignet
- - Praxiserprobte Verfahren
- - Unterschiedliche Effizienz
- - Gut zu steuernder Prozess
- - Gaserträge durch Kofermente steigerbar
Nachteile der Flüssigfermentation
- - Verfahrenstechnische Nachteile (Verstopfungen, Schwimmdecken durch faseranteil
- - Zerkleinerung nötig
- - Lange verweildauer
- - Keine Holzsubstrate
Trockenfermentation
Bei der Trockenfermentation handelt es sich wie der Name sagt um eine Fermentation in Trockenem Zustand. Hierzu werden bspw. Garagenfermenter mit großen Befüll- und Entnahmeöffnungen genutzt. Hierbei werden Biofilter für die Abluft vor der Entnahme eingesetzt, zudem erfolgt die Beschickung und Entnahme mit Biomasse durch einen Radlader.
Vorteile der Trockenfermentation
- - Einfache Technik
- - Robustes Verfahren
- - Auch für Holzeinstreu (keine Störungen)
Nachteile der Trockenfermentation
- - Geringe Effizienz
- - Emissionen (CH4 und Geruch)
- - Explosionsgefahr bei Entnahme
- - Sehr hoher Anteil an Gärresten zum Animpfen nötig
- - Prozess kaum steuerbar
- - Ungleichmäßiger Gaswertrag
Warum wird Biogas erzeugt? - Die Ziele der Biogaserzeugung